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| STELLA |
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19. mai, 2004
gebäude 9, köln
abwesend: sascha
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Oh Mann, hätte das toll werden können; wären STELLA an diesem Abend genauso toll wie bei ihren Konzerten im Prime Club oder der Live Music Hall vor einigen Jahren gewesen.
Doch leider hat der Konjunktiv schnell ausgedient.
Als erstes frage ich mich wofür STELLA einen stundenlangen Soundcheck machen, wenn der Sound dann eine zähe breiige Masse wird.
Wer die Lieder vorher nicht kannte, kann nur erahnen welch exzellente Musik sich hinter dem Soundbrei versteckt. Irgendwann hat die Technik ein einsehen und fällt aus (ausgerechnet beim Titeltrack des neuen Albums BETTER DAYS SOUNDS GREAT), doch zu früh gefreut, ein Mikro wird gewechselt und es geht weiter.
Bei LOWER SAXONY macht Sängerin Elena Lange anscheinend ihr Jodeldiplom, anders ist ihr Gesang nicht zu erklären.
HYPERVENTILATION WEEKS oder das großartige NEVER GOING BACK TO SCHOOL verkommen zur tonalen Nichtigkeit.
EXTRALIFE wird in einer extra langweiligen Remixversion dargeboten und ich fürchte, daß ich heute auf Biergenuß verzichten sollte, denn so viel Bier kann auch ich nicht trinken, um mir dieses häßliche Konzert noch schön zu trinken.
Wenn es mit der Musik nicht läuft machen wir halt Posen, scheinen sich die Akteure auf der Bühne zu denken. Davon gibt es dann reichlich und sehr selbstverliebt. Zudem gab es haufenweise dämliche Ansagen, die keinen Platz im Komikolymp, im Handbuch zur Interaktion mit Fans oder im Kontext des Popdiskurs haben.
Alles in Allem ein recht belangloser Abend! In der Zeit hätte man so schöne Dinge tun können, wie ein gutes Buch zu lesen, eine gute CD zu hören, in einem Straßencafe zu sitzen, zu Joggen oder ganz banal das UEFA Cup Finale in einer Bar zu schauen.
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