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| PRETTY GIRLS MAKE GRAVES |
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17. august, 2004
ort: gebäude 9 zu köln
anwesend: sascha + max (costa fuhr in der bahn vorbei)
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Kölledorf wurde heute wie in jedem Sommer von einer unsäglichen Schwüle heimgesucht, also nichts wie hin zu einem erfrischenden Konzert von PRETTY GIRLS MAKE GRAVES aus Seattle, Washington.
Am Vortag wurde auf den Projektionsflächen des hiesigen Verkehrsbetriebes dieses Konzert mit dem Prädikat Post Punk umworben, was immer das auch heißen mag.
Erst ging das Programm aber völlig daneben: Leider Teufels gab es eine Vorband, die sich YOUNG HEART ATTACK schimpft.
Max und ich versuchten noch Erklärungen zu zimmern wie "die wurden wohl in Bautzen gefoltert oder so?!“ Fehlanzeige, die kommen aus Austin, Texas. Peinlich!
Heavy Metal Geheule auf billigem Hard Rock treibt uns erst einmal wieder an die Luft.
PRETTY GIRLS MAKE GRAVES fangen ein wenig verhalten an, als sie sich jedoch warm gespielt haben springt der Funke auf das Publikum über und die Chemie stimmt.
Das Grundgerüst der Songs wird vom Drummer und vom Bassisten gehalten, wodurch es dem Gitarristen gestattet ist mehr als einfach drei Akkorde runter zu schrammeln.
Dies tut der Musik unglaublich gut und unterscheidet die Band von anderen Indierockmusikanten.
Die Sängerin Andrea ist sehr leidenschaftlich bei der Sache, welches die vielleicht etwas zu dünne Stimme wieder wettmacht.
Jedenfalls verbreitet sie gute Stimmung jenseits der "I wanna see your hands and i love you all" – Unsäglichkeiten.
Die Musik marschiert durch Indierock, Noise und Punkpop - Sehr gelungen das Ganze!
Und mit einem Supportact wie GOSSIP oder den FASTBACKS statt der YOUNG HEART ATTACK hätte man ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt.
Eine Band die so schöne Titel wie "If you hate your friends, you are not alone" schreibt, muss man einfach mögen und sie taugt nicht als Suizidalsoundtrack.
Durch den Regenwolken geschwängerten Himmel über Seattle scheint wieder die Sonne!
Und Max meint noch:
Austin? Texas? Ohje! Unsägliches 70er Jahre Metall Rockstar-Gehabe und Posen zum erbrechen! Nuff said! PRETTY GIRL MAKE GRAVES wurden im Musiker Fachblatt "Kölner Rundschau" als Pretty Girls make Groves zum Tip des Tages erkoren. Ich fand die Stimme keineswegs dünn- allerdings das Herumgefuchtel mit der einen Hand hatte das Flair einer Gebärdendolmetscherin! Die Chemie stimmte wirklich! Ein sehr kurzweiliger Auftritt!
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costa fuhr vorbei: auf dem weg zu einer kleinen randveranstaltung des diesjährig zum ersten mal stattfindenden musikfestivals "c/o pop". im kulturbunker spielten ROMAN (auf dem "karaoke kalk"-label) und FILMPALAST. ROMAN brachten swing-stimmung zur elektronischen musik und kamen wesentlich freundlicher rüber als die FILMPALAST über die ich hier lieber schweigen möchte. wenigstens durfte ich mal den "kulturbunker mühlheim" erleben, und sascha: schade, dass wir uns nicht erkannt haben, als wir da in der bahn fuhren...
picture © prettygirlsmakegraves.com>>>>
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