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| Phantom / Ghost |
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| 5. 11., B72/costa |
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| Wir wussten ja schon, dass es voll werden würde und hatten deshalb uns
rechtzeitig Karten und in Folge auch einen ordentlichen Platz zwischen Bühne und Bar gesichert.
Zwei Stunden direkt von den Boxen angeblasen zu werden drückte dann allerdings schon auf die Stimmung.
Der Countdown der Confèrenciers ("noch 76 minuten bis Phantom and Ghost!") sorgte hie und da für
Verzweiflung, bzw. zum wiederholten Bestellen eines Bieres. |
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| Zur Geisterstunde spukten dann das Phantom und der Ghost im B72. Dirk von
Lowtzow (TOCOTRONIC) und Thies Mynther (STELLA, SUPERPUNK) haben natürlich einen Startvorteil,
der zweierlei Reaktionen hervorrufen kann: Einerseits unkritische Begeisterung (die vorwiegend
jüngeren Toco-Fans, die uns mit ihrem Gekreische schon die zwei Stunden vor dem Konzert lang auf
die Probe gestellt hatten) und andererseits übertriebene Ablehnung seitens derer, die sich eben
nicht dem Vorwurf ausgesetzt sehen wollen, eine Band gut zu finden, nur weil der und der da mitspielt. |
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| Dessen bewusst, bemühte sich Dirk v. Lowtzow um eine andere Rolle als die des Bandleaders
in Trainingsjacke die wir in Erinnerung hatten. Als schwarzgekleideter Dandy hüpfte er unbeholfen zu den Beats von
Thies Mynther, blickte tiefsinnig ins Leere, beschwor mit den Armen die anderen Geister des B72 oder legte sich
leidend auf die Bühne. Thies Mynther's Inszenierung unterschied sich nicht wesentlich von der, die er auch bei
SUPERPUNK und STELLA schon erprobt hatte und wirkte im Vergleich wesentlich glaubhafter. |
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| Schaurig schön waren die Sounds die Thies Mynther zu Dirk von Lowtzows Gesang besteuerte,
der Noise nie grundlos anwendet und auch mal ganz ohne vorprogrammierte Loops auskommt, und das Keyboard
wirklich spielt. Vor allem im zweiten Teil häuften sich dann die schönen Momente, und das obwohl sie ihren
Hit ("Phantoms & Ghosts") schon als Opener verbraten hatten. |
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Erstaunlich waren auch die Coverversionen. Darunter befand sich "I´m your mate", und als
dann das letzte Rauschen von Phantom / Ghost sich unter den Lärmpegel des begeisterten Publikums verkrochen
hatte, fiel den Masters of Ceremony des Abends, Drehli Robnik und Peter Hörmannseder, natürlich nichts anderes
ein als mit Right Said Fred's "I'm your mate" alle Geister auf Dauer zu verjagen. |
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