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| MARK LANEGAN |
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12. august, 2004
ort: gebäude 9 zu köln
anwesend: sascha + max
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Das Gebäude ist zum Bersten gefüllt, der Mann aus Ellensburg, Washington, gewährt uns eine Audienz.
Was haben wir zu erwarten? Einen Retro-Grunge-Ich-war-ma-bei-den-SCREAMING-TREES-und-hab-auch-mit-STALEY-und-COBAIN-zusammengespielt-Abend? Mitnichten!
LANEGAN hat den Blues und den verpackt er in angenehme Kleinode, staubtrockene Kracher oder in brachial
psychedelische Ouvertüren.
Er steht in der Bühnenmitte, greift das Mikro und singt um sein Leben. Seine Dämonen treiben ihn an und die Düsternis der Songs ist greifbar. LANEGANs Stimme, durch Whisky und Zigaretten geschwängert, ist faszinierend einnehmend und ist auch zwischen den lautesten Gitarren klar und verständlich.
Manche Songs sind wie ein Tropfen Whisky in einer Wüste, andere wie ein Sandkorn in einem Meer aus Whisky und wieder andere lassen den geneigten Zuhörer in Trance fallen.
Der Sound an diesem Abend ist wirklich sehr gut und die Band besticht durch ein sehr harmonisches Zusammenspiel.
Begleitet wird LANEGAN von zwei Gitarren, einem Bass, einem Schlagzeug und einer wundervollen Sängerin.
Die stickige Luft und der fließende Schweiß sind die einzigen Gründe warum ich froh bin, dass auch dieser Abend irgendwann einmal zu ende ist.
Und max meint noch:
Zwei weiße Spots von vorne und eine Wand von blauen und grünen Scheinwerfern eindimensionalisieren die Bühne. MARK LANEGAN in der Mitte – dramatischer geht es nicht mehr. Ein Drama spielt sich auf der Bühne ab, immer auf der Kippe in Rock-Klischees abzugleiten. Keine chance, auch wenn die Kante (edge) eng (tight) war. Über der ersten halben Stunde stand TOM WAITS mit anderen Mitteln. Ein Hauch von Country, Blues, und Iggy-eskem gesang (alle hier und da). Zu voll und ein unangenehm arrogantes Gebäude 9 ungewohntes Publikum. Trotzdem ein guter Abend. Dank an Andreas Döbbener, der meine Frühschicht übernommen hat.
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