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| LACUNA COIL / JULIETTE + THE LICKS |
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6. + 8.11. 2006
köln
sascha + kiki
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LACUNA COIL (plus POISON BLACK), live music hall, köln
schwer begeistert: sascha und kiki
der zweite supportact für diesen abend hat abgesagt, worüber ich nicht so recht traurig bin. der arbeitstag zuvor war lang und zwei tage vorher wohnte ich der oper lohengrin bei, die von den sängern und dem orchester durchaus zu gefallen wusste. allerdings haben die vier stunden meinem vermaledeitem knie überhaupt nicht gut getan. recht klassisch beginnt auch dieser abend mit der finnischen metalband POISON BLACK. ich hatte ganz vergessen, wie viel auf so einem konzert mitgeklatscht wird und dann die hände zum himmel. spaß und stimmung überall. die musik unterhält, die band strahlt vor lauter spielfreude und die darbietung darf als gelungen bezeichnet werden.
bei LACUNA COIL war die bühne so aufgeräumt, wie ich es seit GARBAGE nicht mehr erlebt habe. los geht's mit einer dynamischen mixtur aus düsterem rock, sphärischem metal und wunderbaren hymnen, die warum auch immer nicht für die breite masse taugen, aber hier und heute zünden, überzeugen und vollkommen begeistern. das licht ist perfekt mit der musik und der darbietung abgestimmt und berauscht einen visuell ungemein, wobei man glaubt eine andere welt zu betreten. die choreographie mit gruppenwindmühle ist bei ihnen ebenfalls sehr sehenswert. die mythischen texte von liebe und tod gefallen und wirken nicht abgeschmackt. LACUNA COIL spielen "swamped", "to live is to hide", "our truth", natürlich das gelungene depeche mode cover "enjoy the silence" und eine göttliche version von "heaven's a lie". einzig "my wings" fehlt mir vielleicht ein klein wenig, doch der gesamte set entschädigt dafür mehr als genug. eine sehr gut eingespielte band, ohne dabei routinemäßig rüber zu kommen, die mit andrea und cristina yang und yin an den mikros haben. beider gesang ergänzt sich an der einen stelle fließend, stößt sich an anderer stelle wieder ab, um sich an wieder anderer stelle erneut anzuziehen. magie passiert hier, und ich kann und will mich dieser nicht entziehen.
kiki: yo, lacuna coil war goil! nur eine konnte leider nicht laut mitsingen: die kehlkopfkrebsfrau, die sich trotz ihres unüberhörbaren krebsbefalls eine kippe nach der anderen durchzog. das lacuna-coil-publikum hatte mitleid mit ihr und spendete hustenbonbons. auch davon abgesehen war dieses publikum das angenehmste, dass ich je auf einem konzert erlebt habe.
JULIETTE + THE LICKS, gloria
entgeistert: kiki und sascha
weniger magisch ging es zwei tage später bei juliette & the licks im gloria zu. es wurden zu viele tickets verkauft, der laden war dementsprechend zu stickig und zu heiß. mtv hatte werbewirksam so auf die kacke gehauen, das leute kamen, die noch nie auf einem rockkonzert waren. das blieb auch so. irgendwann wackelte juliette auf die bühne und fing mit "i had a dream…"-gefasel an. musikalische umsetzung: 1 zu 1 von platte; uninspiriert, langatmig, langweilig. stagediver wurden von security drangsaliert; juliette stand obenrum nur noch im bh auf der bühne. ich hätte mich fast übergeben, so grottenschlecht war das. ne schlechte vorband gab es noch dazu. abschalten.
kiki sagt: JULIETTE + THE LICKS. mir war schon vorher schlecht. als sie auf die bühne kam, hätte ihrem türkis-blauem outfit eigentlich nur noch eines gefehlt: richard-ashcroft-vorgruppen-baby-blues gibson. vor dem abmarsch wollte ich wenigstens noch mein lieblingslied hören. es kam aber nicht. juliette hatte da noch ihren bh an. ob sie am ende gar nackig war? wollen wir gar nicht erst wissen.
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