| gestern abend übten wir den schönen tod.
soviele traurig-schöne lieder schreiben, dass man säuselnd im
mollorgasmus von dieser welt gehen möchte. das und ähnliches hörte
man in den medien von der überraschungsentdeckung des jahres: maximilian
hecker. und bereitete sich der neugier wegen dementsprechend auf das konzert im
b72 vor. karten sichern, erste reihe sichern. vorbereitet sein auf gänsehaut
und tränendrüsen-angriff. die märchenfee hat wieder gezaubert. als
strassenmusiker in berlin aufgefallen und entdeckt, hält er das klischee aus
der reihe "tellerwäscher und dergleichen" aufrecht. wir kamen in
erwartung und wurden nicht enttäuscht. 24jähriges multi-talent, dass mal
gitarre zupft mal klavier streichelt und hauptsächlich unter die haut geht.
test-endergebnis: i feel my heart is breaking, i think i lost my head. warum
adjektive benutzen, wenn das glückliche leiden eine 12strophige hymne hat:
the infinite love songs". |