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| GIRLS IN HAWAII - BROKEN BEATS - DARREN HAYMAN |
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14. august, 2004
ort: gebäude 9 zu köln
anwesend: max + costa
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während durch die innenstadt sich die massen wälzten, um sich im rahmen des ringfestivals in einer mischung von kirmes und spießgem kommerz–woodstock unterhalten zu lassen, fand im gebäude 9 das dritte "wir sind fucking independent" - diesmal als teil von c/o pop - statt.
alle acts traten mit verspätung auf, beziehungsweise spielten auch länger als geplant. dadurch wurde der extra ausgehängte timetable witzlos. den auftakt machten die belgier GIRLS IN HAWAII. sie machten nette belanglose gitarrenmusik und obwohl der sänger das mikrofon recht emotional umklammerte und dramatische handbewegungen zelebrierte, sprang der funken nicht über. gelangweilt verließen wir nach 4 tracks den saal. anderen hat es gefallen.
danach luden die dänischen BROKEN BEATS in ihre welt ein und frohgemut verließen wir den planeten "realität", um rechts an beteigeuze 5 vorbei zu sphären vorzudringen, die nicht einmal die enterprise je gesehen hat. die naheliegendste assoziation war BOBBY CONN meets MONTY PYTHON. dies wurde gepaart mit bossa nova rhythmen oder brüllenden gitarren riffs, feedback stürmen und soul attacken. sänger und gittarist KIM MUNK sieht aus wie der in den dänischen wäldern ausgesetzte sohn von john cleese und animal aus der muppet show... er tanzt mit der natürlichen grazie von JOEY RAMONE, verheddert sich in seinen kabeln, wirft alles um, erzählt diffuse geschichten und ruiniert sich seine knie mit sprüngen von der bühne. da ich mir die cd gekauft habe, kann ich versichern, dass die musik nicht nur live ein kurzweiliger hochgenuß ist. mehr davon! es wurde versichert, sie kommen im oktober wieder.... be there!
(max)
DARREN HAYMAN
HEFNER haben einige der schönsten englischen indie-rock-alben fabriziert, wobei bei "fidelity wars" hymnenhafte schönheit erreicht wurde. auch die anderen alben sind nicht zu verachten. live machten sie sich leider immer etwas rar, bis sie eine pause auf unbestimmte zeit einberiefen. das letzte album setzte weniger auf gitarren als auf verspielte synthesizer ("dead media"). diesen ansatz griff sänger HAYMAN auf, um mit einer neuen band, THE FRENCH, ein weiteres album aufzunehmen. etwas ruhiger, und mit nur noch gelegentlichen gitarrenzupfern versehen, ging es ziemlich unter. das hatte es nicht verdient, auch wenn die größe der HEFNER-alben nicht erreicht wurde. nun scheinen THE FRENCH auch schon wieder auf eis gelegt zu sein und HAYMAN betritt nur mit einer ukulele, einer gitarre und einem effektgerät die bühne des gebäudes 9 um folgende punkte zu unterstreichen:
1. HAYMANS-songs sind geschichten, die in jeder instrumentierung funktionieren.
2. HAYMANS-songs haben geniale texte.
mit dem effektgerät gelang es HAYMAN zwar den songs mehr fülle zu geben, leider war der auftritt für diese späte stunde doch etwas zu fragil. zum glück sind die müden menschen aber nach draußen oder nach hause gegangen und haben darauf verzichtet, das konzert zu stören. und so erzählte DARREN HAYMAN noch ein paar grauenhafte liebestragödien in worten, die einen doch immer auch zum schmunzeln brachten und einen mit diesem wohligen "die-anderen-haben-also-auch-probleme"- gefühl nach hause entließen.
(costa)
picture © fuckingindependent.de>>>>
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