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| dandy warhols |
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10. juni, 2003
ort: hamburg, große freiheit 36
aus köln angereist: sascha
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Tötet der Vodafone-Spot sämtliche Nervenenden? Werden die Dandy Warhols
jetzt langweilige, größenwahnsinnige Pseudostars?
Wohl eher nicht. Beim Eintreffen in der Grossen Freiheit ist die Halle
recht leer und der Großteil der Band frickelt auf der Bühne an
Instrumenten, Verkabelungen und Verstärkern herum. Nachdem der Vortag recht
durchzecht wahr, danke ich dem Rockgott wegen fehlender Vorband. Langsam
füllt sich die Halle und eine über drei Stunden lange Achterbahnfahrt
beginnt. Mal schrammelnd, mal sehr psychedelisch oder nett
improvisierend, beispielsweise als Zia eine Pinkelpause einlegt und Courtney Taylor
- Taylor das Publikum allein mit Gitarre und Gesang erfreut. Sie
starten mit Be-In und es kommt in den folgenden drei Stunden keinerlei
Langeweile auf. We Used To Be Friends kommt recht bald, Not If You Were The
Last Junkie On Earth verbreitet ebenfalls sehr früh Stimmung. Mr Taylor
- Taylor läßt es sich nicht nehmen, die versammelte Zuhörerschaft für
den Herbst einzuladen. Die Dandy Warhols werden dann nämlich als Special
Guest auf der David Bowie Tour fungieren. Am T-Shirt-Stand gab es dann
wirklich eine Namensliste. Wollen wir mal sehen.
Nach eineinhalb Stunden macht die Band erst einmal Zigarettenpause auf
der Bühne, so unterbleiben zumindest die unsäglichen
Zugabe-Zugabe-Rufe.
Es geht weiter mit einem fulminaten Godless und zur Hälfte der zweiten
Halbzeit wird Bohemian Like You intoniert, nicht als letztes Encore,
nicht aufgeblasen und der Song ist immer noch locker, auch nach dem
100000'sten Hören.
Irgendwie habense alles gespielt, Zia war nett anzusehen und Courtney
gefiel sich in immer neuen Variationen seiner Posen. Die Band ist
tighter als jeder Schliessmuskel und professionelle Coolness hat noch nie so
viel Spaß gemacht wie heute. Schön! |
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