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#7 |
vom 15.5.2002 |
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| 1. valentine jeep - saturday night |
| von der genialen 6-track-ep "saturday night".
bilder und live-track download hier bei uns im wohnzimmer! |
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valentine jeep:
unveröffentlicht
kontakt via: jeephq@mailexite.com |
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| 2. capitol K - pillow |
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capitol K aus england, hat den größten teil seiner songs schon vor einer weile veröffentlicht, nun aber mit einem größeren label
airplay und publicity erreicht. wieder einmal handelt es sich um einen indie-rocker gone elektronik, wobei es mir vorkommt, als ob
diese unterscheidung im endprodukt kaum noch von relevanz ist. gut so. vor allem wenn solch nette songs wie pillow dabei rauskommen,
der auch die (hit-) single ist. der rest der platte hat nur wenige aussetzer, der gesang allerdings kommt sonst nur selten zum einsatz. |
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capitol K:
island row 2LP
xllp147
xl-recordings
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| 3. consonant - buckets of flowers |
| tschok, werner, tanja und ich besuchten ende april das all tomorrow’s
parties-festival (atp!bericht!) in camber sands, england. das diesmal von shellac kuratierte festval ließ kaum wünsche offen. mehr dürfte
irgendwann auf der homepage zu lesen sein. consonant besteht aus mitgliedern von mission of burma und the new year (comp 04#14).
beide bands durften wir ebenfalls live erleben. ich habe den track von einer der drei gratis cds, die man beim einchecken ausgehändigt bekam. danke! |
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consonant:
consonant CD
fenway
www.fenwayrecordings.com |
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| 4.hefner - can’t help losing you |
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bei hefner sind sogar die b-seiten schön! auf dieser
neuesten veröffentlichung verbinden sie die elektronischen ansätze mit dem klassischen hefner-gitarren
arrangements. eine wunderbare band.
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hefner:
the hefner brain 10"
pure 125X
too pure records |
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| 5. ... and you will know us by the trail of dead - source tags & codes |
statt dem üblichen bla-bla, hier eine konzertkritik von tschok:
willkommen im kosmos der sinnlosen suche nach wörtern. ich bin geblendet, oder ich leuchte. nein ich wurde schon wieder gezwungen
meine sich als absolut beschränkt erwiesene these von "was macht eine band perfekt?" umzuändern. wenn einem bei einem konzert
nämlich auffällt, dass man ganz sicher auch mit der einschränkung von tauben ohren, letzter reihe oder sprachlosigkeit,
eine live-performance geniessen und die musik begreifen kann, dann macht diese band da vorne etwas richtig. so beobachtet am 8.5. im
kesselhaus in berlin. von anfang bis ende energie. die einzige bezeichnung die einem einfällt. vielleicht nennt man es auch punkrock,
wenn punkrock das perfekte zusammenspiel der musiker, der instrumente und des publikums ist.
das ist dann energie, die nicht in einer gerissenen saite endet, weil diese saite gar nicht reissen kann,
nicht mal wenn die gitarre im flug den verstärker trifft. das konzept lautet spielen bis zum umfallen, 101% geben bis niemand mehr
stillsteht, bis das angebliche chaos vollkommen ist und alles scheinbar in sich zusammenfällt, um mit einer erleichterung und einem
zuprosten das ende eines abends einzuläuten. gehen, wie man gekommen ist - in fahrt. jeden schweisstropfen ist diese band wert.
die neue cd "source tags & codes" hab ich mir noch immer nicht ganz angehört, vielleicht dann, wenn ich diese stimme aus dem
kopf nicht mehr höre "do you believe in what i have seen?" wenn das pfeifen im ohr aufhört, wenn ich das kleingedruckte im cd-booklet
fertiggelesen habe, das artwork fertig bewundert habe, wenn mir dieses hindu buch den namen dieser band erklärt. drängt mich nicht,
zwingt mich nicht.diese band verschlingt dich, wenn du dir keine zeit nimmst.
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... and you will know us by the trail of dead:
source tags & codes LP
interscope records
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| 6. nagisa ni te - they |
| das in der ersten ausgabe gepriesene geographic- label hat wieder einige
interessante neuerscheinungen zu bieten. unter anderem nagisa ni te, die der sänger von maher shalal hash baz (comp 01#1)
in die lücke zwischen “underground hi-fi” und “lo-fi overground” ansiedelt. nicht ganz so zerfallen wie maher... und irgendwie
doch nicht kompakt genug für pop, bietet diese best-of einige highlights, mit einem ganz eigenen schön-naivem charme.
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nagisa ni te:
songs for a simple moment CD
geog11cd
geographic records
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| 7. teenage fanclub & jad fair - smile |
| ebenfalls noch relativ frisch auf geographic: das wunderbare
treffen von jad fair und teenage fanclub. von keinem hätte ich mir ein eigenständiges album gekauft, nervten
mich teenage fanclub doch immer mit ihrem viel zu glatten pop-approach und bei jad fair fürchtete ich immer
ein wenig das chaos... hier jedenfalls kommen die besten momente beider zusammen... |
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teenage fanclub & jad fair:
words of wisdom and hope LP
geog14
geographic records
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| 8. bill wells octet - wiltz |
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| der wohl schönste sampler seit langem ist das label-portrait von ‘geographic’.
hier ist wirklich kein song überflüssig und am liebsten hätte ich gleich drei oder vier stücke ausgewählt. mit bill wells
löse ich endlich ein versprechen ein, dass ich in der allerersten ausgabe gegeben habe (mit dabei leute von belle & sebastian).
ansonsten findet sich hier neben den bereits bekannten japanern, sympathischer weise auch barbara morgenstern ein. genau wie
plötzlich die reid-brüder wieder auftauchen (jesus & mary chain) und kevin shields (my blody valentine) womit die frage der
nächsten band also beantwortet wäre... |
various artists:
you don’t need darkness to do what you think is right CD
geogCD12
geographic-records |
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| 9. p.s. i love you - where on earth is kevin shields? |
| schon länger draußen, auf dem sympathischen ‘rocket girl’-label. brit-pop, wie ich ihn gerade noch ertrage...!
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p.s. i love you:
where on earth is kevin shields?/no sharks allowed 7"
rgirl9 www.rocketgirl.co.uk
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| 10. yesterday once more: fear - i don’t care about you |
| die große überraschung beim ATP-festival war für mich das letzte stück,
das in diesen 3 tagen gespielt wurde. die deal-sisters der breeders hatten ein wirklich tolles konzert hingelegt, als sie ihre begleitband
vorstellten: the fear, aus los angeles, die 1982 ein hardcore meisterwerk veröffentlicht hatten (ein stück ist übrigens auf dem ‘repo-man’-soundtrack
zu finden.) zwanzig jahre später stehen sie also mit den breeders in camber sands auf der bühne und dürfen mit i don’t care about you das festival
beschließen. womit die letzten worte ‘FUCK YOU’ waren - wie schööön! |
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fear:
the record LP
slash records/warner (1982) |
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| 11. AC/BECK |
| plunderphonics: die kunst aus zwei (oder mehr) alten
musikstücken ein neues zu machen. während im hip hop meist nur schnippsel verwendet werden (und wurden) knallen
hier unbekannte bastler einfach (aber dann doch nicht ganz so einfach) zwei komplette werke übereinander. großartig
auch die b-seite dieser single wo public enemy auf herb alpert treffen, oder der mix aus human league und tlc
(von girls on top), der in england, laut werner, schon rauf und runter gespielt wird. das ganze geht wohl weiter,
und ich muss sagen mir macht das schon irren spaß. das dieses konzept sich spätestens nach dem sommer in luft
auflösen wird, ist allerdings abzusehen.... |
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beck vs ac/dc + herb alpert vs public enemy 7"
nur unter der ladentheke |
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| 12. kinderzimmer productions - eine frage von stil |
| deutschsprachiger hip-hop ist ja normalerweise alles
andere als mein ding. die letzte platte die ich mir in der richtung gekauft habe war die erste kinderzimmer productions.
als ich dann die neue in der hand hielt, dachte ich mir: hm. und schwupp drehte sie sich auf meinem plattenteller und
siehe da! wie umwerfend! und dann samplen sie auch noch diese hank-williams-platte, die bei meiner mutter im schrank verstaubt! |
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kinderzimmer productions:
wir sind da wo oben ist LP
virgin schallplatten & co.kg |
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| 13. jackie-o motherfucker - something on your mind |
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manchmal kann das musikfantum ganz schön frustrierend sein.
dann nämlich, wenn man ständig von höchst interessant-klingenden bands hört, aber nirgends tonträger von
ihnen auftreiben kann. in london ist das natürlich anders, und jackie-o motherfucker cd-s stehen hier sogar
beim HMV. jomf sind keineswegs leicht einzuordnen. viel improvisation, mit vielen, vielen instrumenten,
die stücke dauern bis zu 20 minuten... da kenn ich mich nicht aus. dieser track ist der hit, aber nur
weil er kurz und melodisch ist. der rest bedarf erheblich mehr konzentration.
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jackie-o motherfucker:
liberation CD
RoCo 031
www.roadcone.com |
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| 14. alastair galbraith - ember |
| irgendwie ist der lo-fi-boom ziemlich schnell in vergessenheit
geraten. einerseits kann man jetzt zu hause musik produzieren, die durchaus radiotauglich ist, andererseits, wurde hier auch
mal wieder viel zu viel in einen topf geworfen, was nicht zum essen gehört. aus dieser zeit stammt eine wunderbare single,
wo die mountain goats mit alastair galbraith aus neuseeland zusammenarbeiten. der name war lange gespeichert, und endlich
bin ich beim hausmusik-versand fündig geworden. die lp ‘mirrorwork’ ist eine klassische lo-fi platte im guten sinn, denn hier
wird bewußt mit dem trashigen sound, und den einfachen möglichkeiten eines mehrspurgerätes gearbeitet. unter den 24 tracks
sind allerdings wenige hits, was zeigt, dass das songwriting der genialen single von damals auf das konto der mountain goats
ging, während gallbraith für den sound und die arrangements zuständig war. |
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alastair galbraith:
mirrorwork LP
ej22
emperor jones
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| 15. taguchi empfiehlt: tatsuhiko asano - lemonade |
| taguchi fumihito empfiehlt uns heute herrn asano, den ich vor einigen jahren
bei einem labelshowcase im ‘liquid room’ in tokyo gesehen haben. dieser club befindet sich im 10. stockwerk oder so, eines hochhauses in
shinjuku und von dort oben hatte man um 5 uhr früh immer einen tollen blick auf den sonnenaufgang über all den bierleichen. von dem event
damals (1999) ist mir asano’s band besonders in erinnerung geblieben, schienen sie mir doch all die entwicklungen rund um tortoise in sich
zu vereinigen. dieser track ist erheblich ‘leichter’ als ich asano in erinnerung habe, macht aber ein nettes outro! |
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