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| compilation |
#5 |
vom 1.12.2001 |
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| 1. egill s. - i love you so |
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egill sæbjörnsson spielte am 3.12. ein konzert
für uns im amann-studio, dass wir mühsam versucht
hatten als wohnzimmer zu tarnen. egill, ein isländer der
zwischen reijkjavik und berlin pendelt, entpuppte sich als
richtiger entertainer und wusste mit playback aus seinem
notebook, wie auch mit gitarre freude zu verbreiten.
wir dürfen gespannt sein, was aus dem noch wird. schade,
dass er diesen absoluten hit nicht gespielt hat. |
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egill s.:
tonk of the lawn lp,
pepper records
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| 2. jay jay johanson - i´m older now |
| ärgerlich, dass ich nicht schon viel früher über meinen schatten gesprungen bin, und mir
cds von jay jay johanson gekauft habe. irgendwie wollte ich nicht akzeptieren, dass es den hit nicht auf vinyl gibt, und so zögerte ich viel zu lange.
ähnlich wie bei louis austen werden hier studio-frickelei und hop-beats mit einem gesang gepaart, der sich an frühe jazz-sachen anlehnt. nur... was bei austen sinatra ist,
ist bei johanson ched baker... und rundum schön (was ich von austen nicht behaupten kann...). auf den beiden cds findet sich eine perle nach der anderen, und insofern tue ich
johanson etwas unrecht ausgerechnet eine cover version ausgewählt zu haben. die platte ist übrigens schon was älter...
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jay jay johanson:
whiskey cd,
74321-560802,
rca
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| 3. hefner - half a life |
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hefner haben sich auf ihrem neuen album offenbar
von der letzten hochproduzierten platte erholen wollen, und ihr
neues wieder im kleinen rahmen aufgenommen. um nicht ganz wieder
bei ‘los’ zu landen wurden einige keyboards angeschaft und das
ergebnis lässt sich hören. typisch hefner und doch irgendwie
frisch, und hymnen wie half a life gibt es wieder zahlreich! eine der
wenigen bands wo ganze alben rundherum begeistern können... |
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hefner:
dead media lp,
pure115lp,
too pure records
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| 4. aerogramme - a meaningful existence |
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allerortens werden wieder rock-gitarren zugelassen. aerogramme auf dem
delgados/arab strap/mogwai-lieblingslabel ‘chemikal underground’ holen
stellenweise gitarrenriffs hervor, die man seit helmet nicht mehr
gehört hatte... und vielleicht auch nicht hören wollte,
schließlich wurden alle härteren gangarten vom mainstream
versaut. aerogramme versuchen nun ansätze, wie die von mogwai,
an die frühen 90er rückzuschließen, was bei dieser
nummer vielleicht gar nicht so zu hören ist... dafür
bietet sie aber einen ganz guten querschnitt aus den
ansätzen/möglichkeiten von aerogramme. |
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aerogramme:
a story in white lp,
chem053,
chemical underground |
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| 5. white stripes - offend in every way |
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nach den strokes, die nächste in england mega-gehypte
rock-band. mittlerweile schon die dritte lp auf ‘sympathy
for the record industry’, die von rough trade sogar zur
besten platte des jahre gekürt wurde. erstaunlich ist
es schon wie kompakt dieses pärchen klingt, wie gut
diese songs teilweise sind. aber übertrieben ist die
reaktion natürlich schon. letztenenedes will niemand
zugeben, dass es einfach gut tut, hin und wieder punkrock
zu hören... |
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the white stripes:
white blood cells lp,
sftri 660,
sympathy for the records industry
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| 6. die goldenen zitronen - der mann der mit der luft schimpft |
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manchmal wird man einfach mitgerissen. wenn beispielsweise zwei
sympathische herren älteren semesters ins schwärmen
geraten. die rede an jenem besagten abend war von jens rachut,
sänger so schönklingender bands wie blumen am arsch der
hölle, angeschissen oder dackelblut. am ende des abends war
ich auch davon überzeugt: dieser mann ist ein genie. ... und er
singt eine nummer auf der neuen goldenen zitronen, deren konzert im
flex, mit wesley willis (!!!), spitzenmäßig war... |
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die goldenen zitronen:
schafott zum fahrstuhl,
b-1152-1,
buback / efa |
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| 7. stereo total - nationale 7 |
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wie schön die neue stereo total geworden
ist! ein bißchen weniger trashig das ganze und
großteils mehr keyboards. außer bei diesem klassiker,
wo schon wieder punkrock auftaucht. die klingen als wären sie
halb so alt wie sie sind. beneidenswert... |
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stereo total:
musique automatique lp,
bung 093,
bungalow records
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| 8. cylob - cut the midrange, drop the bass |
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cylob (siehe compilation 03) war in japan und hat sich dort
beeinflußen lassen. so die geschichte. das
ganze klingt wie ein scherz! aber das ist irgendwie ja wirklich
japanisch, denn die haben meistens eine wesentlich ungezwungenere
haltung zur musik und können ruhig mal albern auch sein. albern
ist diese 12 wirklich, inklusive cover von what shall we
do with the drunken sailor?. cut the midrange... ist
ein vocoder-pop-hit, den nur console cleverer hingekriegt hätte... |
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cylob:
cut the midrange drop the bass 12",
cat 121 ep,
rephlex records |
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| 9. b.fleischmann - toru okada |
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die schönste nummer von bernhard seit langem! und das schreibe ich
nicht weil er diesen link auch bekommt... sondern weil mir der kontrast
zwischen dem gitarren (sample?) und den krachelementen so wunderbar
gefällt. |
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b.fleischmann:
toru okada 7"
zeal records,
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10. yesterday once more: dolly mixture - my rainbow valley |
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diesmal hängt die geschichtsstunde eng mit der aktuellen
birdie-lp zusammen, die zwar bereits auf einer der letzten spex-cds
ein plätzchen fand, aber von mir mit besonderer ungeduld erwartet
wurde. das ist aber meine persönliche geschichte des scheiterns.
zunächst kommt die von dolly mixture: |
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"Rachel on guitar and Debsey on bass,
Hester on drums and we set the pace!" |
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gegründet ende der 70er jahre übten dolly mixture einen
wichtigen einfluss auf britische bands wie heavenly oder saint etienne
aus. die band war aber vom pech verfolgt und veröffentlichte nur
singles auf drei verschiedenen labels. ‘chrysalis’ hatte sie als
girlie-group verbraten wollen, und als dies nicht funktioniert hatte,
wieder gedroppt. schließlich veröffentlichten sie ihr gesammeltes material selber, als limitierte doppel-lp, für die ich übrigens bereit wäre einiges auf den
tisch zu legen. (wurde in den 90ern als cd wiederveröffentlicht - vielleicht taucht die mal wo auf...)
nachdem captain sensible die beiden sängerinnen als backing für wot und dergleichen engagiert hatte, wurden sie dieses image nicht mehr los und lösten sich schließlich auf.
sie sind übrigens auch die backing-vocals bei saint etienne’s who do you think you are zu finden.
über my rainbow valley, einem cover von love affair bin ich auf einem von cornelius zusammengestelten japanischen sampler gestoßen, und der
song ist bei mir zum dauerbrenner geworden. nach dem split gab es noch ein projekt namens coming up roses, und seit ein paar jahren singt debsey bei birdie. |
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various:
prego! 99 camp-master cd,
pscr5746,
polystar japan |
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| 11. birdie - coda |
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nachdem mich dolly mixture nicht mehr losgelassen hatten,
begab ich mich auf die suche nach irgendwelchem material von rachel oder debsey.
schließlich stieß ich bei e-bay auf zwei birdie-lps, die ich mir dann
auch gleich ersteigerte. die vorfreude war groß, als ich zur post ging.
auf dem heimweg öffnete ich das paket, und mich lächelte ein
bärtiger deutscher vor seinen studio-equipment an! mir sackten die beine weg.
selbstmordgedanken wurden von anschlagsplänen auf e-bay abgelöst. aber
was solls. ich war selber schuld. mittlerweile ist aber ganz regulär
das zweite album von birdie erschienen, für das ich auch gerne einen
überhöhten preis gezahlt habe. nur... so großartig ist die platte
nicht. im ganzen ziemlich seicht, und verdammt nah an saint etienne. dennoch
schön wenigstens den kreis geschlossen zu haben. an kalten wintertagen bringt
die scheibe auch durchaus etwas wärme in die wohnung... |
birdie:
triple echo lp,
itrlp5,
it_records |
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12. taguchi empfiehlt: ceasars - ...no kaasan |
| wieder ein ganz besonders schönes stück musik, dass wie in der letzten
ausgabe seinen ursprung in okinawa hat. die ceasars, von zwei frauen gegründet, haben nach fünf jahren auf taguchi’s eigenem label eine neue cd erausgebracht, die,
sollte dieses stück repräsentativ sein sicher ein traum ist. schade, dass es fast unmöglich ist an diese veröffentlichungen heranzukommen, zumal der yenkurs auch nicht gerade
angenehmer geworden ist. ein stück dürfte aber auf dem sampler “rough guide to the music of okinawa” zu finden sein, der zumindest theoretisch auffindbar sein müsste... |
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13. white stripes - we’re going to be friends |
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gefiel mir auf anhieb am besten, ist aber das ausnahmestück.
also kann man es ruhig zusätzlich draufpacken... |
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the white stripes:
white blood cells lp,
sftri 660,
sympathy for the records industry |
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14. smog - live as if someone is always watching you |
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lange habe ich mir schon keine smog-platte mehr gekauft. ob das ein
bewußter versuch war der hoffnungslosigkeit zu entgehen, die
manche songs von bill calahan verbreiten? auch sind smog-songs ja nie
so richtig catchy, was aber bei öfterem hören sehr zum
vorteil wird... |
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smog:
rain on lens,
wiglp90,
drag city/domino records |
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15. clem snide - joan jett of arc |
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irgendwie gibt es immer wieder schöne folk & country-orientierte bands, die uns das
herz brechen wollen. nach granfaloon bus oder califone kommen jetzt clem snide daher, die in kürzester zeit gleich zwei alben veröffentlicht haben. clem snide kommen ursprünglich aus
boston, ma. wo sie es zunächst - was sonst - mit punkrock versucht haben.
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clem snide:
the ghost of fashion,
cookcd 217,
snideco / cooking vinyl |
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16. papa m - northwest passage |
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dave pajo ist wieder so ein multi-talent aus chicago, das u.a. bei tortoise mitspielt.
solo veröffentlicht er unter dem alias papa m, das aber offenbar für unterschiedliche ansätze verwendet wird. so schien mir die letzte (instrumental-orientierte)lp weitaus progressiver
als die neue, auf der er will oldham ins boot geholt hat, und ihm an tragik auch kaum nachsteht. dennoch scheinen mir seine instrumentalen ansätze dann doch besser zu gefallen,
weshalb ich auch einen ausnahme-track hier hinplaziert habe. macht jedenfalls ein gutes outro... |
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papa m:
whatever, mortal 2lp,
wiglp 103,
domino records |
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bonus tracks: encore presents bernd begemann live im
wohnzimmer - jesse’s girl/manchmal, selten, ... |
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auch schon mittlerweile geschichte ist der auftritt
von bernd begemann in unserer wohnung. was nicht auf der live-cd, die
wir als erinnerung fabriziert haben, platz hatte, knall ich auf mein
mix-tape. |
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