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| compilation |
#3 |
vom 1.8.2001 |
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| 1. (intro) kings of convenience - brave new world |
| mit dem ´new
acoustic movement´ wurde wieder einmal versucht, einen hype
anzuzetteln. weder i am kloot noch die turin breaks sind schlechte bands,
aber die erwartungen konnten sie dann doch nicht wirklich erfüllen.
dasselbe gilt für die norweger kings of convenience, deren songs
genauso liebevoll gebastelt werden, aber bei weitem nichts umwerfend neues
darstellen. das wollen sie vielleicht auch gar nicht, aber die presse
suggeriert oft innovation, wenn es doch eigentlich nur um wärme geht.
die single toxic girl war ein hit, und auch brave new world besticht durch
seine einfache schönheit. ohne hype wäre ich allen drei bands
wahrscheinlich mit mehr enthusiasmus begegnet, als ich jetzt im nachhinein
aufbringen möchte. |
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kings of convenience:
brave new world 7",
è1003,
èlliet records |
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| 2. fink - immerhinda |
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3. friends of dean martinez - tennessee waltz |
| fink sind
(neben superpunk) die beste deutsche band. da kommt jeder
song warmherzig und trotzdem unpeinlich daher, und man
braucht nicht erst eine mehrseitige theoretische
positionierung um das gut zu finden. der von calexico
ausgeliehene multiinstrumentalist verleiht fink den
letzten schliff, und das neue, dritte album ist rundum
gelungen. auch live schwer zu empfehlen!! |
vielleicht
handelt es sich hier ja tatsächlich um den besseren
giant sand-ableger. während die letzte calexico mich
überhaupt nicht mehr vom hocker reißen konnte,
gewinnen die friends bei mir täglich pluspunkte. tja,
hätten die nicht so einen albernen namen gehabt,
hätte ich sie vielleicht früher schon ernst
genommen. jedenfalls ist ihre version vom tennessee waltz
mit das schönste seit langem,obwohl´s eigentlich
zu diesen sommerlichen tagen überhaupt nicht passt... |
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fink:
fink LP,
lado 17079-1 l´age d´or
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friends of dean martinez:
wichita lineman cd,
grcd 520,
glitterhouse records
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| 4. swell - east´n west |
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| von swell
war ja schon lange nichts zu hören. ich bin mir auch
nicht sicher, ob man sagen kann, dass es diese band noch
gibt, da dieses album vom sänger praktisch alleine
auf die beine gestellt wurde. das hört man teilweise
leider auch. irgendwie nicht so organisch wie die letzten
alben. east n west ist aber nicht der einzige hit auf
dieser platte und david freel gebührt viel respekt
für sein einzigartiges songwriting. trotzdem
beschleicht mich das gefühl, dass das meine letzte
swell-lp war. |
swell:
everybody wants to know lp,
bbqlp220,
beggars banquet |
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| 5. couch - 12 sind nur 4 |
| couch aus
süddeutschland: seitdem ich sie auf ihrer tour mit kante vor
vier jahren live gesehen habe, setzen sie ihre gitarren erheblich
dezenter ein. jedenfalls ist ihr umgang mit instrumentaler rock-musik
sehr ungezwungen geworden, und das neue album ´profane´
(kollaps) läuft bei mir zur zeit andauernd. produziert
natürlich in weilheim von mario thaler, gastmusiker natürlich
von notwist (micha acher), und ein remix steht natürlich von
b. fleischmann an. dieses namedropping dürfte ja wohl zur
positionierung genügen! den hit der platte kann man sich
übrigens bei matadorrecords.com ganz legal herunterladen... |
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couch:
profane lp,
kollaps 54,
kollaps
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| 6. third eye foundation -the way i dance |
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| matt elliot
verabschiedet sich von seinem alter-ego third eye
foundation mit einem album voller kollaborationen und
remixe, das sehr schön die bandbreite der
einsatzmöglichkeiten elektronischer musik aufzeigt.
angeblich ist jonathan richman (cover-star meiner letzten
mix-cd) zur akustischen gitarre übergewechselt, weil
er gehört hatte, dass die frequenzen von e-gitarren
kinderohren schaden. matt elliot, frischer vater, will
jetzt wohl auch zu akustischeren sounds überwechseln
und verabschiedet sich mit dieser jonathan richman
cover - version. wer mich kennt, weiß, dass jemand
nur jonathan kennen muß, um mein herz zu erobern... |
little lost soul lp,
wiglp 73,
domino records |
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| 7. mense reents - this is the way |
| gleich zwei sampler
aus hamburg mit insgesamt über 50 tracks haben in den letzten
wochen medienaufmerksamkeit bekommen. der pudel club-sampler und
der ladomat 100 sampler. vor allem letzterer hat mich mit seinen 4
to the floor beats eher enttäuscht. herausstechend, und auf
beiden samplern vertreten, ist allerdings mense reents, der ganz
entspannt sein kann (pudel), oder mit holprigen beats und samples
aus der indie-rock-ecke daherkommt (ladomat). letztere ist schwer
zu empfehlen, obwohl mir im ganzen der pudel sampler noch besser
gefällt. |
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various artists:
ladomat 100 2cd,
ladomat 2100-2,
ladomat
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| 8. yesterday once more: the chills - this is the way |
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der neuseeland-hype ist ja schon jahrzehnte her, aber wie schön
die chills einmal klangen, wissen offenbar auch hamburger elektroniker
zu schätzen. von der ´lost´-ep aus dem jahre 1984/85.
the clean, die ebenfalls neuseeland damals auf die musikalische
weltkarte brachten, bringen demnächst ein neues album heraus
(auf matador noch dazu!) ist damit das revival vorprogrammiert? |
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the chills
the ´lost´ e.p. 12"
normal43,
flying nun records/normal
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| 9. elf power - jane |
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dave friedman, der produzent von den meisterwerken der
delgados, flaming lips sowie mercury rev hat wieder mal
zugeschlagen. elfpower, aus athens georgia, dümpeln
schon eine weile dahin, jetzt habe ich sie aber schon auf
fm4 einmal gehört. die cd ist durchschnittlicher als
die oben genannten werke, aber wie schön kann
unkomplizierter indie-rock doch auch mal wieder sein. |
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elf power:
a dream in sound,
shifty 0102,
shifty records
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| 10. cylob - rewind |
| wenn die
füße direkt mit dem hirn verbunden werden
steckt dahinter das ´rephlex´-label, das unter
anderen von richard james aka aphex twin gegründet
worden ist. dieses jahr feiert rephlex seine hundertste
veröffentlichung mit einer braindance-compilation,
die beinahe ein greatest hits album geworden ist. für
mich besonders erfreulich, da ich schon länger nach
cylob´s rewind gesucht hatte, nachdem mich das video
mit der taekwondo-tänzerin (kämpferin?) so
beeindruckt hatte. ´braindance´ geht
übrigens auf tour, und cylob sind auch dabei. |
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various artists:
braindance 2lp,
cat 100 lp,
rephlex records
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| 11. neoangin - land of banaliti |
| april und
mai waren großartige konzertmonate, mit highlights
wie bonnie prince billy, mike ladd, sigur rós, contriva
u.v.m., aber jetzt scheint das sommerloch unaufhaltsam
näher zu rücken. szene und b72 schließen
konzertmäßig mit wenigen ausnahmen die pforten.
da bleibt nichts anderes übrig, als sich schon mal
auf den urlaub zu freuen und wien möglichst bald
den rücken zuzukehren. schön, dass mit neoangin noch einmal ein
netter abend garantiert war. jim avignon schöpfte aus seinem reichen fundus ("mehr als 500 songs"), griff einige male daneben ("jetzt lässt die konzentration aber nach! schon
wieder das falsche dat!"), wechselte brav seine bühnenbilder und bescherte uns einen höchst adequaten hot lotion abend sowie einen gebührenden abschluß des konzertfrühlings.
für 70 ats (10 mark) gab es dann noch ältere cds. die ebenso schön sind wie die aktuelle, die ja auch auf einer spex-cd vorgestellt wurde. die cds sind über die website von jim avignon
zu bestellen. |
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neoangin:
it´s so easy to fall apart cd,
eigenproduktion
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| 12. taguchi empfiehlt: asa chang - hana |
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| taguchi legt uns heute ein besonderes häppchen auf den tisch. ein klassisches japanisches gedicht, das zu allem überfluß
auch noch die blüte heißt, wird in seine silbenbestandteile zerlegt und über afrikanisch-beeinflußte percussion stück für stück gelegt. klingt etwas mathematisch, man hört
es aber kaum, da das arrangement mit den violinen im hintergrund, gemeinsam mit der sängerin, dem ganzen viel leben einhauchen. hinter diesem projekt steckt übrigens der
percussionist vom tokyo ska paradise orchester, das (in japan) nicht gerade unbekannt ist!
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| 13. bran van 3000 - love clichè |
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manchmal
kann man kaum noch sagen, wie einige bands (?) klingen
würden, gäbe es keine gastmusiker. die letzte
(wunderbare) air zum beispiel ist ein typisches beispiel
von ´musicians gone producers´. bei bran van
ist es dasselbe. big daddy kane, curtis mayfield, momus
(siehe 01/02), youssou n´dour und viele andere
verleihen der aktuellen platte (´discosis´)
eine compilationhafte vielseitigkeit, die einem kaum noch
eine positionierung der person ermöglicht, die hinter
bran van 3000 steht. mit ´love cliché´
ist james di salvio ein pop-hit gelungen, der mich seit
langem mal wieder so richtig begeistern konnte, obwohl es
eben POP mit drei !!! ist. herrlich! völlig
eingenommen hüpfe ich durchs zimmer und gröhle
"you´re my love cliché, my love
cliché...". zuletzt konnte mich im
kommerz-pop-bereich nur morcheeba´s rome wasn´t
built in a day dermaßen begeistern. lalala. hallo
sommer! diesen song widme ich den frischverliebten in
köln.... |
bran van 3000:
discosis cd,
cdvus 193,
grandroyal / virgin |
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| 14. isan - cathart |
| die neue isan ´mit der katze drauf´ wirft natürlich schon einige fragen auf: wieviel
gemütliche elektronikmusik verträgt der plattenschrank? und: wenn diese band ausschließlich mit alten synthis arbeitet, sollte man dann nicht erst mal die innovatoren dieser
musik ehren, die ähnliches schon vor 20 bis 30 jahren gemacht haben (vorschlag von autechre)? die neuen stücke sind wieder unabhängig voneinander von den beiden
musikern produziert worden. angeblich tippen die fans welches stück von wem stammt. ich habe da keine chance, solange stücke wie cathart dabei rauskommen bin ich
jedenfalls mit isan noch sehr zufrieden... |
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isan:
lucky cat 2lp,
mm 020,
morr music |
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| bonus track: aunt sally - blitzkrieg bop |
| einige verluste seit der letzten cd: douglas adams, john lee hooker und joey ramone.
obwohl von joey ramone wohl kaum noch etwas großartig neues zu erwarten gewesen wäre, hatte sein ableben doch etwas bestürzendes. besiegelt das
jetzt endgültig die punk-rock-saga? wie groß der einfluß war, hört man auf einer akustischen rarität aus dem jahre 1978. einer der ersten japanischen punk-bands,
aunt sally, covert blitzkrieg bop auf japanisch. die qualität dieser wirklich historischen aufnahme bei einem konzert der tokyo-rockers-serie ist natürlich dementsprechend.
one two three four! aus. |
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