LOS CAMPESINOS!

27. februar, 2008

ort: luxor, köln

von stephan

zuerst der schreck bei meiner ankunft! mist, die band steht auf der bühne und spielt bereits. dann die erkenntnis: ah, es handelt sich bloß um die vorband! nach zwei stücken dann das fazit: da hätte ich mir ruhig etwas mehr zeit lassen können… die sechs jungen musikerinnen kommen aus köln und spielen belanglose "rockmusik", die vielleicht beim (sicherlich erst vor kurzem veranstalteten) abiball anklang gefunden haben mag, hier jedoch reichlich deplaziert scheint. den namen habe ich nicht richtig mitbekommen, irgendetwas mit "trains", kann aber eh getrost vergessen werden.

nach einer etwas nervigen umbaupause schalten die scheinwerfer dann auf dunkel und sieben junge menschen betreten die bühne. die quirlige truppe legt los und schon bald wird klar, dass es noch ein netter abend werden wird. durch die begrenzung des bühnenraumes, der obendrein noch mit allerhand musikalien vollgestellt ist, arg in ihrem bewegungsdrang gehemmt, wandern jegliche energien unversehens in die musikalische darbietung. dabei erinnert die gruppe hin und wieder an die etwas hektischere variante von ARCHITECTURE IN HELSINKI. was nett mit geige anfängt, endet dann auch mal im undurchdringlichen noise. da macht es auch nix, dass das PAVEMENT cover etwas zu brav rüberkommt. für die nächsten 11/4 stunden gelingt der band ein überaus sympathischer auftritt. die begeisterung scheint auf beiden seiten der bühne zu sein. und dies nicht nur deshalb, weil der sänger auch mal ins publikum verschwindet und von dort aus singt. jedenfalls hält er nicht damit hinterm berg, wie sehr er sich darüber freut auf dem "kontinent" zu spielen. vielleicht bedankt er sich etwas zu oft beim publikum, dass es ihm heute erlaube den zweitbesten job der welt machen zu können (eine karriere als fußballprofi habe er jedenfalls abgeschrieben). überhaupt wird hier kommunikation ganz großgeschrieben. so erzählt die band bereitwillig von ihrem faux pas beim gestrigen auftritt in antwerpen. dort hatte der gitarrist - sohn einer französischlehrerin - das publikum in französischer sprache angesprochen, worauf er schnell an die grenzen der flämischen toleranz gesto&szgest lig;en ist. später berichten sie dann lachend von ihrem kölnerlebnis. kurz nach ihrer ankunft wollte die band etwas sightseeing einschieben und den dom sehen… intuitiv folgte sie der fahrtrichtung des parkenden bandbusses und gelangte nach einem längeren marsch bei einem mc donald`s an der stadtgrenze… zum glück haben sie es zurück ins luxor geschafft!!! ich war jedenfalls gerne teil des "tweexcore underground" und werde sie sicherlich wieder beehren.