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| ART BRUT |
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24. januar, 2006
ort: köln, stolllwerk
von stephan
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nach dem großen erfolg ihres debuts "bang bang rock'n'roll" kommen ART BRUT im abstand von wenigen monaten zum zweiten mal nach köln. auch diesmal ist das konzert bereits nach kurzer zeit ausverkauft. so stehen wir neben allerlei jungvolk, trini trimpop, dem freund von charlotte roche und weiteren medienmenschen vor der bühne. die opener (THE CHALETS) können nur wenig überzeugen, wir verdrücken uns auf ein paar bier in den vorraum. in der pause tasten wir uns wieder in die übervolle halle zurück. je länger die band auf sich warten lässt, desto geringer werden unsere erwartungen. fragen drängen sich auf. sind wir dem hype aufgesessen? nein, kann nicht sein. die platte gewann mein herz noch bevor ich etwas über die band in den medien erfahren hatte. beim sommerlichen schallplattenkaufen hatte ein plattenhändler die promo-cd in den player gelegt. ein, zwei songs hielt ich es aus, dann stürmte ich zum tresen, um etwas über diese, erfrischend klingende band zu erfahren, die mir so unverhofft den vormittag versüßte.
egal, die band lässt weiter auf sich warten. und als sie endlich da ist, wollen die zweifel nicht so schnell verschwinden. der sänger zieht sich die schuhe aus. als erstes stück spielen sie den opener der platte. seltsames phänomen, die lp-versionen klingen fast rauer und unmittelbarer als ihre live-umsetzungen… etwas später springt dann doch noch bei mir der funke über. erst als sie zu jammen beginnen und dabei "punk rock ist nicht tot" skandieren und wenig später "art brut. top of the pops!" von der bühne schreien, kommen die zweifel zurück. wollen sie in die fernsehsendung? oder machen sie sich über einen möglichen auftritt lustig? eigentlich gehören sie dort doch hin… die zeiten haben sich geändert. niemanden würde es ernstlich wundern. wahrscheinlich waren sie ja eh schon dort. etwas argwöhnisch betrachte ich die band. jeder trägt ein anderes outfit zur schau. der manirierte schnauzbart des sängers, der leadgitarist mit seiner punkfrisur und dem ausgewaschenen southern comfort shirt, die waverin am bass und der typ mit schwarzem hemd und grüner krawatte… designer-punk! schießt mir durch den kopf. doch jede kritik verschwindet, als sie "emily kane" spielen. das konzert ist gut und ich bin froh dabei zu sein. überhaupt haben sie viele, viele hits. bin mal gespannt, wie sie ihre zweite platte meistern werden.
ART BRUT >>>>
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